Am Montag Abend kam es zu einem Meeting zwischen der Infinity Ward Spitze und dem Publisher Activision Blizzard.
Daraufhin überraschte Publisher Activision Blizzard mit der Aussage, dass Vince Zampella (Studioboss) und Jason West (Chief Technology Officer) von Infinity Ward noch selben Tag fristlos gekündigt wurden.
Vince Zampella und Jason West wird von Activision Blizzard Vertragsbruch und Ungehorsamkeit vorgeworfen. Direkt nach dem Meeting wurden beide unter Aufsicht von Sicherheitspersonal direkt aus dem Firmengebäude von Infinity Ward geführt. Die Angestellten von Infinity Ward konnten jedenfalls ihren Augen nicht trauen und beschrieben die Stimmung als "Freaked out" und "Confused".
Publisher Activision Blizzard hatte das Entwicklerteam Infinity Ward im Mai 2002 mit einem Unternehmensanteil von 30 Prozent gekauft. Im Oktober 2003 übernahm der Publisher das Entwicklerstudio zu 100 Prozent. Infinity Ward entwickelte die erfolgreiche Shooterserie "Call of Duty" und konnte im Jahr 2009 ein Rekordumsatz von über 1 Milliarde Dollar mit ihrem letzten Titel "Call of Duty: Modern Warfare 2" erwirtschaften.
Spekulationen zur Folge, weigerte sich die Infinity Ward Spitze direkt an einem Modern Warfare Nachfolger zu arbeiten. Weiterhin wurde bekannt, dass das Verhältnis zwischen dem Entwickler und des Publishers in letzter Zeit sehr angespannt gewesen sein soll.
Die Entwicklerspitze wollte die Call of Duty Serie nicht ausschlachten und sich eher einer neuen Marke zuwenden während dem Publisher eher vorschwebte, die Call of Duty Marke noch stärker zu pushen. Da Activision Blizzard im letzten Quartal finanzielle Einbrüche mit ihrer Musiklinie "Guitar Hero" hatte, wollte sich der Publisher eher auf die höchstprofitable CoD-Reihe konzentrieren.
Activision Blizzard forderte Spekulationen zur Folge, dass West und Zampella mehrere Mitarbeiter ihres 75 Mann großen Entwicklerstudios feuern sollten. Da West und Zampella dem nicht nachkam, nutze der Publisher diesen Fakt als Vorwand um den Beiden Vertragsbruch und Ungehorsamkeit zu unterstellen.
Das Ende ist ja mittlerweile bekannt.