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Baldur's Gate 2 - Thron des Bhaal
 
 
 

as Hauptaugenmerk eines jeden Rollenspiels sind die Aufträge und Rätsel. Diese fallen diesmal sehr abwechslungsreich aus. Die genretypischen gehe-zu-PunktA-um-GegenstandB-nach-C-zu-bringen-Quests verlaufen in Baldur´s Gate 2 gen null. Ersetzt werden sie durch Aufgaben die tatsächlich eure Charakterrolle erfordern. In vielen Fällen muss man sich für bestimmte Seiten entscheiden. Diese Entscheidungen beeinflussen folge dessen das ganze Spielgeschehen und es werden so mehrere Lösungsmöglichkeiten geboten. Viele der Aufgaben sind unvorstellbar groß. An einem bestimmten Punkt des Spiels bietet sich euch die Chance euch ein Haus oder eine größere Festung zuzulegen. Solch ein Auftrag dehnt sich gut und gerne auf einen kompletten (echten) Tag aus, und zählt dabei nicht einmal zu den Spielentscheidenten Dingen. Ist jedoch absolut erstrebenswert, denn jede Behausung kommt mit seiner individuellen Ausstattung daher. Beispielsweise bietet die Magierbehausung zahlreiche Lehrlinge, Wächtergolems, eine große Auswahl an bizarren Räumen, Lagerungsorten und anderem neumodischen Apparaten. Schon am Anfang wird man förmlich mit Quests zugeschüttet. Dies kann dazu führen, dass man leicht den roten Faden verliert. Zum Glück hat man nun ein verbessertes Tagebuch. In diesem wird alles sehr genau notiert. Es ist nun möglich eigene Notizen im Tagebuch zu verfassen. Um nicht den Überblick über die Schwertküsten zu verlieren gibt es wiederum eine schöne Kartenfunktion. Auch hat man es diesmal nicht verpasst, eine Karte in die Verpackung zu legen.

Die Grafik

Eine der größten Veränderungen von Baldur´s Gate ist ohne Zweifel die Grafik. Die Grafik kann man nur loben. Sie ist ein deutlicher Schritt in die richtige Richtung. Beginnend mit der Auflösung, die sich von 640x480 auf 800x600 gesteigert hat. Man hat sogar die Möglichkeit die Auflösung bis zu 1200x1600 hinaufzuschrauben. Baldur´s Gate bietet so viel mehr Übersicht bei den Kämpfen. Alles sieht deutlich besser aus und die super gerenderten Landschaften kommen so viel besser zur Geltung. Baldur´s Gate benutzt immer noch die altbewährte Infinity Engine und man fragt sich, wie die Entwickler diese Grafikpracht auf den Bildschirm gezaubert haben. Waren die Hintergründe von Baldur´s Gate noch statisch und leblos, so erlebt man nun das genaue Gegenteil. Beispielsweise zieren riesige Statuen, die drehende Lichtkugeln halten, die Räume in der Hauptstadt Athkatla oder komische Zahnräder drehen sich im maschinellen Hintergrund die von blubbernden Tanks nochmals aufgefrischt werden. Anstatt durch statische Landschaften einer Welt zu wandern, kann man nun mit einer wundervoll animierten Welt interagieren. Die Detailfülle hat dementsprechend zugenommen und gehen in eine interaktivere Richtung.

Musikalische Untermalung

Die Musik ist wieder einmal von hervorragender Qualität. Beispiellos wie jedes bisherige Black Isle Abenteuer, übertrumpft auch Baldur´s Gate 2 die vorrangegangenen Spiele in Punkto musikalischer Untermalung. Schon der Einleitungssong klingt gewaltig, düster und beängstigend. Ausgelöst durch die entscheidenden Geschehnisse des Spielverlaufs, treibt sie die Stimmung immer weiter voran. So sind im Kampfgetümmel Musikstücke zu hören wodurch ihr am liebsten den nächstgelegenen Troll mit dicker fetter Bastard anschreien würdet. Die Musik passt sich den Geschehnissen hervorragend an und man kann sich einfach nicht Satthören. Langweilig wird es dabei nie.