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Crysis
 
 
 
Vorsprung durch Technik
Man kennt das ja eigentlich aus zig anderen Spielen: Als diensthabender Supersoldat der US-Armee ist man wie immer der Erste, wenn es darum geht bei irgendeiner Krise den Mist auszubaden. In der Variation der Frankfurter Edel-Shooter-Schmiede Crytek, bekannt geworden durch die Grafikbombe FarCry, ist aber einiges anders.

Zunächst mal werdet ihr in dem im Jahr 2020 spielendem Szenario mit der allerneusten Infantrie-Technologie ausgestattet, dem Kennzeichen der baldigen Shooter-Triologie Crysis, dem Nanosuit. Dabei handelt es sich um einen adaptiven Ganzkörperanzug, der die Fähigkeiten des Soldaten massiv verstärkt und dabei sogar auf realen Konzepten basiert. Nicht nur heilt der Anzug Euren Schaden, er schützt in Standart-Modus auch mit verstärkter Panzerung. Endlich hat man mal eine halbwegs sinnvolle Erklärung für die Autoheilung in heutigen Shootern gefunden. Darüber hinaus hat de Anzug einen Kraft- und einen Geschwindigkeitsmodus, die für hohe Sprünge und Nahkampf gut sind bzw. die schnelle Flucht ermöglichen. Einer der sinnvollsten Modi des Anzugs ist jedoch der Tarnmodus, der es ermöglicht sich auch mal taktisch an Gegnern vorbei zu schleichen.

So ausgestattet werdet ihr über einer unbewohnten Pazifikinseln abgeworfen um zu untersuchen, warum die überraschend gut ausgerüsteten Nord-Koreaner die Insel besetzt haben und was sie entsprechend Wichtiges dort suchen. Mit eurem Team von Nanosuit-Soldaten landet ihr dort etwas verstreut im nächtlichen Dschungel und staunt über die schon in der Dunkelheit wunderschön dargestellte Vegetation, was direkt am Anfang schon eine sehr starke Atmosphäre vermittelt. An ersten kleineren, intensiven Gefechten mit nordkoreanischen Patrouillen merkt man schon, dass außerdem noch seltsame Aliens auf der Insel ihr Unwesen treiben und irgendwie mit Vereisungen in Zusammenhang stehen. Schon in den Anfangslevels werden auch mehrere eurer Teammitglieder getötet, was dazu führt, dass man doch die allermeiste Zeit allein unterwegs ist. Über mehrere Zwischenmissionen wie einige Störsenderzerstörungen erfährt man nach und nach von einer wissenschaftlich Ausgrabungsstätte, die in Zusammenhang mit den Vorgängen auf der Insel steht. In dieser begegnet man einem der ursprünglichen Wissenschaftler, der von einem koreanischen General namens Kyong gezwungen wird, ein außerirdisches Artefakt zu aktivieren. Das Experiment überlebt man selbst nur knapp geschützt durch den Nanosuit, da das Artefakt großflächig das umliegende Areal tieffrostet.

Crysis - Launch Trailer

Wenig später ist damit für die US-Armee, mit der man die meiste Zeit über in Funkkontakt steht, die Entscheidung zur Invasion der Insel gefallen. Mit Unterstützung der Kameraden geht es nach der Befreiung eines wichtigen Hafens endlich gegen die zentralen Stützpunkte der Nordkoreaner, was schließlich zu einem Minenkomplex führt. Über eine schicksalhafte Begegnung mit General Kyong gelangt man in einen sehr abgefahrenen Level tief im Inneren des zentralen Inselbergmassivs, in dem in einem ausufernden Höhlensystem mit Tiefsttemperaturen und ohne Gravitation eine Alien-Invasionsmacht ihren Stützpunkt hat. Dass man das alles halbwegs unbeschadet übersteht liegt am Nanosuit, der auch die Körpertemperatur aufrecht erhält. Nach diesem Level mit quasi ausgehebelter Spielmechanik, dreht Crysis immer mehr die Actionschraube bis über den Anschlag hinaus auf, so dass man sich nicht selten denkt in einem der besseren Michael Bay-Filme gefangen zu sein. Dabei hat man dennoch immer deutlich mehr Freiheit als in anderen aktuellen Shootern der Konkurrenz, die oft diesem Vergleich ausgesetzt werden. Die Aliens lassen von da an sämtliches subtiles Vorgehen sein und versuchen massiv, die Insel zu übernehmen, so dass keine Alternative als zur mehr oder minder panischen Evakuierung besteht. Mit Senkrechtstartern fliegt der Spieler sich und Kameraden in einem Konvoi zu einem naheliegenden Flugzeugträger der Navy, auf dem dann die letzten Missionen stattfinden. Vor den letzten Kämpfen erhält man schließlich noch einmal Rüstzeug und endlich mal ein paar Hintergrundinformationen über die Insel und die Vorgänge dort, die hier aber nicht verraten werden sollen.