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GTA San Andreas


ockstar Games bringt wieder einmal einen neuen Teil der Grand Theft Auto-Reihe heraus und die Spieler weltweit können vor angespannter Erwartung kaum ihre Mundwinkel trocken halten. PC-Besitzer mussten wie schon beim weltweit extrem erfolgreichen Vorgänger GTA-Vice City noch ein halbes Jahr Extra-Geduld aufbringen, um in die Rolle eines amerikanischen Großstadtgangsters zu schlüpfen. Allerdings nimmt man bei dieser Serie die Wartezeit gerne in Kauf, da man von Rockstar zu Recht ein neuerliches Meisterwerk erwartete. Hingegen wollte die amerikanische Kultschmiede sich nicht nur auf Bewährtes und deren Verbesserung verlassen und so variierte man die Vorraussetzungen wenigsten soweit, dass nicht von vornherein feststand, ob die Änderungen auch alle funktionieren werden. So gab es zum Beispiel bisher nur sehr selten schwarze Hauptfiguren in Computerspielen und die offene Spielwelt von GTA wurde noch viel tiefer in eine umfangreiche Story eingeflochten.

Willkommen zurück in der hood!

In „San Andreas“ spielt man den jungen, schwarzen Tunichtgut Carl Johnson, kurz CJ. Nach dem Tod seines Bruders vor einigen Jahren im Ghetto der Westküstenstadt Los Santos (eine nahezu direkte Nachbildung von Los Angeles) floh er vor der Gewalt an die Ostküste nach Liberty City, der Stadt, die man in GTA III unsicher machen dürfte. Ein paar Jahre später, in den frühen Neunzigern, erhält er einen unheilvollen Anruf von seinem Bruder Sweet, mit dem er eigentlich im Streit liegt. CJ muss sofort zurück nach Los Santos, um seine Mutter zu beerdigen, die einem hinterhältigem Gang-Attentat zum Opfer fiel. Noch auf dem Weg vom Flughafen nach Hause wird CJ jedoch vom korrupten Cop Tenpenny (kongenial vertont von Samuel L. Jackson) und seinen Schergen abgefangen und sie hängen ihm sofort einen Mord an, nur um ihn später für ihre finsteren Machenschaften missbrauchen zu können. Denn Los Santos hat sich verändert: Nicht nur das die Gang-Auseinandersetzungen eskalieren, im Hintergrund sitzen auch Leute wie Tenpenny, um die Zustände zu ihren Gunsten zu auszunutzen.

Nachdem CJ seinen Bruder Sweet von der Ernsthaftigkeit seiner Pläne überzeugen kann, beschließen die Beiden und ihre Gang-Kumpels, dass es so nicht weitergehen kann und dass sie versuchen werden ihr Viertel mehr nach ihren Vorstellungen umzugestalten. Und so beginnt wieder eine Story, wie es sie selten gibt im Computerspielbereich. Es geht um den amerikanischen Traum, den Weg nach oben, es geht um Verräter, Dealer, das ganz große Geld, Macht und schließlich auch um eine Villa in den Bergen.

Nachdem ungefähr dem ersten Drittel der Missionen sieht es allerdings eher schlecht aus. Sweet wandert für unbestimmte Zeit hinter Gitter, CJ muss aus Los Santos fliehen und ist zu allem Überfluss direkt Tenpenny und seinen illegalen Aufträgen ausgeliefert. Über Umwege geht es in die nächste große Metropole San Fierro, welche alle Charakteristika vom realem San Fransisco in einer verhältnismäßig großen Spielumgebung vereint. Ab hier realisiert CJ zusammen mit seiner Schwester Kendl und ihrem Latino-Freund Cesar, der zu einem der besten Kumpels von CJ wird, dass sie erst einmal eine ganze Stange Geld brauchen und ihr eigenes Imperium aufzubauen müssen, um den Mächten in San Andreas, dem Staat in dem alle drei Städte des Spiels liegen, etwas entgegen setzen zu können. In San Fierro lernt CJ dann auch einen neuen Freund kennen, als für die örtlichen Triaden einige wahnwitzige Aufträge erledigt. Der blinde Triadenführer und super vertonte Woozie begleitet ihn bis zum Schluss seines Feldzuges und verschafft ihm auch später neue Aufstiegsmöglichkeiten. Nachdem unser Gangster-Held San Fierro quasi abgegrast hat, arbeitet er als nächstes für einen sehr mysteriösen Typen, der sich Toreno nennt und angeblich für eine von ihm verschleierte Regierungs-Organisation Aufträge erledigt, um große ausländische Drogenlieferanten auszuschalten. CJ willigt auch hier widerwillig ein, da Toreno ihm verspricht etwas für seinen Bruder drehen zu können.

Zwischen den großen Städten erledigt man immer wieder Jobs in ländlichen Regionen verschiedenster Art. Das reicht von „normalem“ Outback mit Original-Trailerpark über Nationalparks mit Riesenbäumen bis zu Wüsten und sogar ein Riesenstaudamm ist vorhanden. Hier macht man natürlich auch Bekanntschaft mit der den Örtlichkeiten entsprechenden Bevölkerung, z.B. typischen Hillbillies. Schlussendlich führt die Odyssey des Nachwuchsgangsters in die dritte und letzte Metropole Las Venturas, einer fast originalen Nachbildung des Wüsten-Spieler-Paradieses Las Vegas. Hier muss sich CJ noch mit einem Kasino herumschlagen, bevor seine Mission als beendet gelten kann.