Paris ist ja bekanntlich die Stadt der Liebe. Diesmal wurde Paris von den
Terminatoren und seinen Leinwandhelden heimgesucht. Sony Pictures hat Paris
zum Austragungsort für die Europapremiere von Terminator: Die Erlösung
auserwählt und wir waren für Euch vor Ort. Am Donnerstag, dem 30.05.2009 war der Terminator Premierentag und somit sind wir (Martin und ich) schon am Mittwochmittag in Paris aufgeschlagen. Nach
einem entspannten 1 1/2h Flug sind wir direkt gen Hotel um unser Gepäck
loszuwerden. Der Tag war nach ein wenig Sightseeing und auf der Suche nach
etwas brauchbarem zu Essen und einem ordentlichen Bier sowieso sehr schnell
vorüber. Wenn man einmal in Paris ist, dann nimmt man meistens das komplette
Programm mit. So standen in den 3 Tagen der Louvre, Eiffelturm und
Sacré-Cœur und gefühlte 50 Kilometern Fußweg auf unserem Programm.
Am Donnerstagabend war es dann soweit und die Terminatoren hielten Einzug
in Paris. Ort der Premiere war Le Grand Rex im Stadtteil République. Das Rex
ist ein tolles altes Kino mit Tradition, Geschichte und wirkt sehr urig. Von außen war das Kino stark in das Terminator-Theme eingespannt. Riesige
Plakate zierten die Fassade und vor den Eingängen hatten sich zahlreiche
Fans und Presse positioniert um einen Blick auf die Stars des Filmes zu
erhaschen.
18:45 kam endlich Bewegung ins Spiel, da sich die Türen des Großen Rex öffneten. Neben den örtlichen VIPs konnten auch Normalsterbliche dem Event frönen und so füllte sich das Rex relativ zügig mit ca. 3000 Menschen.
Das Kino besteht aus einem riesigen Saal, 2 Rängen und Sitzplätze für bis zu 3000
Menschen. Martin und ich saßen im 1. Rang, 20 Meter über dem Boden. Dieser
durfte nur von Leuten mit VIP-Pässen besucht werden. Über uns war noch ein
weiterer Rang, der zirka um die 50 Meter über dem Erdboden war. Als wir uns schließlich einen Sitzplatz suchten, wurden wir von Hostessen im Sarah Connor Outfit empfangen. Schöne,
gemütliche Ledersitze zierten den Rang und neben jedem Sitz wurde eine Tüte
mit Sandwiches, einem Terminator-Schlüsselanhänger und Getränken plaziert. Zur Einstimmung
wurden auf der riesigen Leinwand Filmausschnitte aus den ersten drei Terminator Teilen gezeigt.
So kamen die Menschen im Kino auch langsam in Stimmung und es gab
Szenenapplaus für Terminator 1 und 2. Irgendwann wurde sogar das
Terminator-Musiktheme geklatscht und das sorgte für kurzweilige Erheiterung
bei uns. Nach gut einer Stunde des Wartens war es dann endlich soweit.
Eine französische Moderatorin kündigte schließlich den Regisseur des Reißers
an. "Monsieur McGeeeeee!" sagt Sie in französischem Akzent. McG betrat die
Bühne und war sogleich in seinem Element. "Do you want Terminator?" schreit
er ins Mikro. "Do you want John Connor?", "Here is the unbelievable
Christian Bale!" Neben McG, Christian Bale waren noch Anton Yelchin, Moon Bloodgood und Bryce Dallas Howard auf der Bühne. Man kann Monsieur McG hier sehr viel animatorisches Talent
bestätigen. Leider war McG so euphorisch und damit der alleinige Herrscher
über das Mikro, dass er somit auch niemanden mehr zu Wort kommen ließ. Nach einem 4-minütigen Stelldichein der Stars war es dann auch schon wieder vorbei und die Stars
verließen die Bühne.
Der Film beginnt: "Puh, es ist die englische Originalversion.", sage ich mir leise und schaue zu Martin und ich
sehe, dass er dasselbe denkt. Dann, lautes Effektgepresche auf der
Leinwand. Selten zuvor habe ich so eine laute Soundanlage gehört. Anleihen
zu Konzerten kann man hier ziehen.
Zum Film schreibe ich hier jetzt nichts, da es hoffentlich noch eine Filmkritik von
Martin geben wird. Ich verrate aber schon einmal soviel, dass der Film durch
die gigantische Leinwand, die Atmosphäre und den Sound sehr aufgewertet
wurde.
Die Menschen im Kino applaudierten nach dem Ende brav und dann geht es auch schon
wieder raus an die frische Luft. Leider hatten wir es verpasst, uns zu erkundigen, wo und ob es eine Aftershowparty geben würde. Somit waren wir auf der Suche nach einem Café um unseren Durst zu stillen.
Über die Tage hinweg spürte man, dass die Franzosen ein anderes Verständnis
zu dem Medium Kino haben. An fast jeder Straßenecke von Paris kann man ein
Kino entdecken. Überall in der Stadt sind Kinoplakate aufgehängt und das
Medium Film ist sehr präsent und stark in der Gesellschaft verankert. So etwas wünsche ich mir auch für
Deutschland.
Der Running Gag der nächsten Tage war dann übrigens immer ein geklatschter
Terminator-Score mit der Aussage: "Je m'appelle John Connor". Auf Französisch
hört sich nun einmal alles gut an. Damit kann Mann auch Frau beeindrucken
:-)
Am Freitag ging es dann auch schon wieder zurück nach Deutschland. Ich kann sagen, wir haben ein tolles Event erlebt. Premieren sind schon etwas Schönes und werden es auch immer bleiben. In diesem Sinne. Bis zur
nächsten Premiere.