The Witcher 3 - Songs of the Past auf Gamescom vorgestellt
Wenn CD Projekt Red auf der Gamescom zu einer Präsentation abhält, dann weiß man inzwischen, dass man sich das nicht entgehen lassen sollte, da diese immer sehr stimmungsvolle, wertvolle Momente auf der Messe darstellen. Die Themen dieses Jahr kamen etwas überraschend, vor dem Hintergrund aller aktuellen Projekte der polnischen RPG-Schmiede, sich jetzt zur Überbrückung doch noch mal sich auf The Witcher 3 fokussieren.
Nicht nur wurde eine kostenlose Remaster-Version auf der Eröffnungsnacht angekündigt, was alle derzeit gebeutelten Gamer von ihren Sitzen fegte. Vor allen Dingen kommt nach vielen Jahren jetzt doch noch mal eine vollständige Erweiterung für The Witcher 3: Songs of the Past.
In der Pressepräsentation stellte dieses neue Abenteuer mit seiner komplett neuen Region Letten das Thema. Geralt von Rivia ist in zu Besuch in dieser Region, die die Heimat seines alten Freundes Dandelion ist, und hat an den lokalen Sommerfestivitäten teilgenommen. Als er nach einem Albtraum erwacht, muss er feststellen, dass Dandelion nirgendwo zu finden ist. Er macht sich auf den Weg mit dessen aufgetauchter Lutte, um herauszufinden, was los ist. Erster Anlaufpunkt ist somit dessen Familienanwesen, da Dandelion nebenbei übrigens auch ein wichtiger Adliger dieser Region ist.
Dort trifft er allerdings nur auf dessen Großmutter und seine Cousine Lilla. Diese Beiden kriegen sich etwas in die Haare, wie man sich in der Lage zu benehmen hat. Aber Geralt erfährt, dass es Anzeichen dafür gibt, dass Dandelion vielleicht etwas Schlimmes passiert sein könnte. Die ambitionierte und abenteuerlustige Cousine Lilla, die nebenbei auch viel vom guten Aussehen von Dandelion teilt, kann es gar nicht erwarten, sich mit unserem Witcher zusammen ins Abenteuer zu stürzen. Sie vermuten, dass man im lokalen Garten der Dornen suchen sollte, dem einzigen finsteren Ort der ansonsten wunderschönen floralen Region. Letten ist im Übrigen stark von den polnischen und britischen Landschaften geprägt und fängt diese Vorbilder sichtbar gut ein. Überall gibt es blühende Blumen, es gibt mit dem neuen Vegetationssystem fantastische detaillierte Naturlandschaften.
Es zeigt sich auch, dass der externe Entwickler Fool‘s Theory vollends mit der Witcher-Engine umzugehen versteht. Mit den neuen Grafik-Verbesserungen der Remaster-Version sieht das natürlich noch mal wesentlich fantastischer aus, unter anderem mit der Raytracing-Beleuchtung. Damit lässt sich eine Lichtstimmung zaubern, die die Atmosphäre in The Witcher 3 noch mal auf ein ganz neues hochgradiges Level bringt.
Gerade und Lilla sind nach weniger Zeit im Dornengarten angekommen und müssen dort feststellen, dass dort hier doch einige monströse Kreaturen ihr Unwesen treiben. Ist der Anfang noch recht leicht gemeistert und man muss sich fleischfressende Pflanzen und einen neuen Gegnertyp namens Schwarmia stellen, so lässt sich dieser doch leicht mit der neuen Waffengattung von Geralt‘s Ketten besiegen. Denn diese ermöglichen es Gegner zu pullen und deren Schwachpunkte anzugreifen.
Lilla ist allerdings nicht hier besonders hilfreich, denn sie verschwindet ungewollt relativ schnell hinter einem lebenden Dornenbusch. Geralt kann ihrer Spur folgen und in der Demo kommt er so schnell zu einem verwunschenen Brunnen aus seinem Albtraum. An diesem Brunnen soll der Legende nach einem Vorfahren der royalen Familie, Humpert von Lettenhove, dem Wahnsinn verfallen sein. Wahrscheinlich ist das dort gefundene Skelett genau diese Person, denn dessen Kette mit Logo lässt das vermute.
Und damit ist man auch schon einen großen Bossgegner der Demo angekommen, dieser ist dann tatsächlich relativ herausfordernd. Auch wenn wir hier von einem Spielabschnitt sprechen, der bereits auf einem sehr hohen Levelstand passiert. In der Demo konnte der Gegner schnell besiegt werden und der Abschnitt endete mit einem Cliffhanger.
Bemerkenswert ist, dass man durch die kunstvolle Gestaltung der Welt und die aufwändigen Details sowie der phantastischen einprägsamen Musik von Minute 1 an sofort wieder mit Geralt In seiner Fantasywelt abtaucht. Wer auch nur einmal kurz vor einigen Jahren dem Witcher etwas abgewinnen konnte, wird hier sofort wieder begeistert sein.
Zwar lassen sich in der kurzen halben Stunde noch nicht besonders viele der Gameplay-Änderungen erkennen. Allerdings muss gesagt werden, dass die angesprochenen Elemente und vor allen Dingen der neue Skilltree doch wahrscheinlich sehr sinnvoll sein werden.
Die gesamte Präsentation aller Elemente und neuen Versionen von The Witcher 3 auf der Gamescom zeigt, wie meisterhaft CD Projekt RED ihre Marke verstehen, Community-Management beherrschen und ihre Release-Planung hinbekommen. Mit ihrem Netzwerk an talentierten Kräften aus Polen geben Sie hier eine günstige, super runde Gesamtleistung ab, die Fans schwärmen lässt, Messe beherrschend ist und von der sich andere Entwickler immer wieder eine Scheibe abschneiden können.
Wir haben ehrlich gesagt nie ganz den Bezug zu Geralt und The Witcher 3 verloren und freuen uns darauf, sofort wieder in dieser Welt weiter abzutauchen.
Songs of the Past erscheint 2027. Das Remaster kommt bereits am 29.09. raus, zusammen mit einer ganz neuen Switch-2-Version.