Der Hitman bleibt sich seinen Wurzeln treu und Fans der Serie werden auch mit Absolution ihre Freude haben. Wer jedoch Tiefgang und eine ausgeklügelte erwachsene Geschichte in Absolution sucht wird nicht fündig werden. Viele Level machen Spaß, wirken auf mich aber nicht stringent genug und fühlten sich an, als seien sie mit der heißen Story-Nadel aneinandergereiht worden. Grafisch sieht Hitman sehr gelungen aus. Dynamisches Licht hier und ein tolles Schattenspiel da. Ich fand es zudem schön, dass IO Interactive den Geist der Reihe erhalten hat und dabei immer mehrere Lösungsmöglichkeiten in den Missionen kreiert hat. Am Ende wurde jedoch viel Potential verschenkt. Wäre die Geschichte doch nur etwas spannender. Der rote Faden und die Motivation von 47 fehlte mir und lässt die Geschichte am Ende irgendwie willkürlich allein stehen.
Die Spiele von IO Interactive waren, wenn ich mir die Historie anschaue, im Grunde nie wirklich perfekt durchdacht. In ihren Ansätzen waren die Spiele immer großartig. Doch zum Ende hin fehlt der nötige Schliff. Damit hat Hitman: Absolution ähnlich wie seine Vorgänger einige Macken. Wenn ihr es aber schafft über das Trial and Error-Prinzip hinweg zuschauen bietet Euch Hitman einige spannende und Action geladene Spielstunden.
Am Ende hatte ich dann wieder das typische Hitman Gefühl: “So schlecht war das alles doch gar nicht!”.