GTA San Andreas gehört ganz sicher zu den Spielen mit denen man sich monate-, wenn nicht sogar jahrelang beschäftigen kann, schon allein auf Grund des bombastischen Umfangs. Sicher ist GTA auch diesmal wieder nicht das absolut perfekte Spiel geworden. Schon die mittelmäßigen Grafikmöglichkeiten lassen das offensichtlich werden. Auch schleicht sich abschnittsweise schon mal etwas Langeweile ein, besonders in der ländlichen Region, wo der unerreichte Charme der Städte nicht zieht, und manche Missionsziele doch arg oft nur minimal variiert werden. Dasselbe gilt auch für bestimmte Nebenmissionen, denen sich vermutlich nur absolute GTA-Maniacs widmen werden. Aber da ich mich wohl auch in diese Gruppe zählen muss, wiegen die vielen Pluspunkte des Spiels für mich dann doch ungleich schwerer. Der Bedeutendste davon ist sicher der unglaubliche Umfang und die damit verbundene Detailverliebtheit. Im Gegensatz zu Vice City hat man hier auch ohne Mission fast immer irgendwas zu tun, um nicht zu sagen nahezu ewige Beschäftigung. Zusammen mit den vorsichtig eingeführten Rollenspielelementen entsteht dadurch ein Suchtgefühl, dass man sonst nur von Blizzard-Titeln kennt. Auch tragen diese Elemente zum Gefühl bei, sich ein zweites, virtuelles Leben in San Andreas aufbauen zu können. Da kein Nachahmer den Umfang, Detailgrad oder die Qualität von San Andreas erreicht, ist der Titel einer der wenigen Spiele, die ich auf einer einsamen Insel zocken wollen würde.