Das war also das Kinojahr 2009 für mich, alles im Allem keine riesige Enttäuschung, aber jetzt auch nicht die große Offenbarung. Die Perlen waren dieses Jahr etwas besser als sonst, dafür war der Mist auch gleich richtig schlimm.
Klar könnte man sich jetzt darüber aufregen, dass der 3D-Hype zwar solide technisch umgesetzt ist, bei den meisten Filmen aber Selbstzweck bleibt. Aber wenn’s dem Business hilft, sei’s drum. Ebenso schockiert war ich, wie schlecht die Transformers-Fortsetzung wirklich war, aber das überrascht genauso wenig. Meine größten Nervfaktoren waren dagegen eher erstens Til Schweiger mit seinen Filmen Männerherzen, Inglourious Basterds und Zweiohrküken, in denen er entweder sein schauspielerisches Nichtkönnen oder auch gerade bei den Küken ein unlustiges, rückständiges Geschlechterbild darstellt. Noch schlimmer war für mich nur der Twilight-Hype, der gleich zweimal als Kinofilmserie dieses Jahr aufschlug und leider ziemlich viel überstrahlte. Diese Teenie-Soap auf Spielfilmlänge mit mehrfach verwerflichen Subtexten nervt einfach fürchterlich. Nicht zuletzt, weil sie das Genre des Vampirfilms auf Jahre versaut. Nächstes Jahr kommen zwar noch andere coolere Vampirfilm-Ansätze, aber Twilight an der Kasse und in der Presse auszustechen dürfte wohl unmöglich sein.
Verpasst habe ich dieses Jahr auch wieder so einiges, u.a. diese Filme:
Avatar (wird erst 2010 geguckt)
Wrestler
Gran Torino (siehe
Olaf’s Kritik)
9 to 5: Days in Porn
Antichrist
District 9
Jennifer’s Body (nicht ganz ernst gemeint!)
Nächstes Jahr freue ich mich dann schon auf ein paar hoffentlich feine Filme, besonders diese hier:
Das Kabinett des Dr. Parnassus
Surrogates - Mein zweites Ich
Sherlock Holmes
Alice im Wunderland
Iron Man 2
Expendables
Mal gucken, wie diese neue Jahrzehnt startet, und ob Kino wieder mehr Einfluss gewinnt. Schön wäre auch, wenn wieder etwas mehr gesunder Menschenverstand auf der Welt einziehen würde. Leider hat sich die veränderte Kommunikationskultur mit dem Internet als Durchlauferhitzer für Gerüchte und Marketing-Gewäsch dabei als nicht sonderlich zuträglich erwiesen. Aber mal sehen, was passiert, nachdem der letzte Ureinwohner im Dschungel komplett von Facebook 24h rund um die Uhr dargestellt wird (Surrogates lässt grüßen) und was dann danach kommt.