Home » Games » Reviews » Max Payne 2 von MartinTschitschke, 23.07.2009

n Zusammenhang mit der Grafik wurden dann natürlich auch noch mal die sogenannten Bullet-Time und Dodge-Moves (Ausweichbewegung) sehr schön überarbeitet. Die Bewegung wirken insgesamt flüssiger, besonders gut gefällt mir das Nachladen in der Bullet-Time, da Max sich hierbei geduckt um die eigene Achse dreht und die Kamera in entgegengesetzter Richtung um ihn fliegt. In manchen sehr kurzen Spielabschnitten bekommt man dann das Vergnügen Mona zu steuern, die in der Hinsicht z.B. einen Seitwärts-Salto beherrscht.

Wenn Mona nicht gerade Turnübungen macht, übt sie mit der Sniper. Ein helles Vergnügen ist es, wenn man mit Monas Lieblingsgewehr, der russischen Dragunov, Max Feuerschutz geben muss. Von solchen gemeinsamen Vorgehensweisen hätte man gerne mehr im Spiel gesehen. Neben dem russischem Gewehr hat sich bei den Waffen eher wenig getan, was aber nicht schlimm ist, da die schon im Vorgänger sehr gut ausbalanciert waren. Lediglich die überlegene Schrottflinte Jackhammer wurde entfernt und dafür kam die MP5 neu dazu. Diese spielt sich im normalen Modus leider kaum anders die Uzi, lediglich der Sniper-Modus der Waffe erweißt sich als gute Alternative.

Im Audio-Bereich zeigt sich Max Payne dann wieder von der vorbildlichen Seite. Nicht nur, dass die Effekte grandios sind, die Waffen hören sich auch sehr überzeugend an. Gerade in der Bullet-Time, wenn auch die Geräusche gedehnt werden, kommt das ganze Szenario sehr cool rüber. Und auch die Musik ist wieder ein echtes Kleinod, da man auch einen extra Titelsong komponierte. Das bringt einen dicken Atmosphäre-Bonus.

Neben der Hauptstoryline gibt es noch zwei kleine Sachen, die man vielleicht erwähnen sollte. Zum einen sind das vielen eingebauten Eastereggs, also kleine Scherze der Programmierer. Zu diesem Thema fallen einem als erstes die sehr überzeichneten Fernsehserien ein, die man immer wieder über die im Spiel verteilten Fernsehgeräte mitverfolgen kann. So gibt es da eine Schnulzen-, eine Horror- und eine Krimiserie, bei denen man zum Ende hin fast mitfiebert. Innerhalb der Serien gibt es nämlich immer wieder Parallelen zu Max’ eigener Geschichte. Für Schmunzeln beim Spieler sorgt auch ein Anruf auf Max’ Anrufbeantworter, in dem eine Sex-Hotline ihn dazu bewegen möchte, sich doch mal wieder zu melden.

Die andere Sache, auf die ich kurz eingehen will, sind die zusätzlichen Spielmodi. Einen Multiplayer-Modus gibt es zwar auch diesmal nicht, aber dafür kann man das Spiel noch mal mit Zeitdruck durchspielen oder mit begrenzten Speichermöglichkeiten. Der einzige dieser zusätzlichen Modi, der aber länger als fünf Minuten begeistert, ist der Last-Man-Standing-Modus, in dem innerhalb eines begrenzten Areals immer neue Gegner auftauchen und Max an den Kragen wollen. Die Herausforderung hierbei ist es mit immer neuen Bestzeiten länger am Leben zu bleiben als beim vorherigen Versuch.