Indie Pass Spiele-Abo gestartet: Take my money?
Habt ihr auch schon für jedes eure Hobbys mehrere Abos?
Als ob niemand darauf gewartet hätte, könnt ihr jetzt noch ein weiteres abschließen. Bei unserer liebsten Unterkategorie der Gaming-Liebe hat sich der US-amerikanischer Publisher indie.io dazu entschlossen, auch hier für Indies exklusiv ein Abo-Modell einzuführen: den Indie Pass.
Das neue Paket kommt vorerst nur für PC und erscheint am 13. April und es werden mutige 5,99 € pro Monat aufgerufen (Jahresabo ist günstiger). Dafür geht es aber auch direkt mit über 70 Titeln los. Wie vom Game Pass gewohnt, rotieren diese monatlich durch und basieren auf einer vom Publisher kuratierten Auswahl. Ob dabei immer die allergrößten Perlen dabei sein werden, muss ich erst nach dem Start zeigen.
Jedenfalls bedient man sich vor allen Dingen aus dem eigenen Portfolio von indie.io, so zum Beispiel das Zombie-Survival-Spiel HumanitZ, das Cozy-Game Echoes of the Plum Grove oder die RPG-Reihe Dark Deity. Das scheinen jetzt noch nicht so die größten Namen zu sein.
Die Idee hinter dem Angebot ist ja eigentlich ganz gut: Es soll Spielern dabei helfen, durch das Abo auch Sachen zu entdecken, die man vielleicht sonst durch Suchen und Auswahlmüdigkeit nie gefunden hätte. Denn auf Plattform wie Steam kann man sich vor vielen Indies kaum retten und findet meistens nie genau Zugang zu den richtigen Perlen für sich.
Die Entwickler der präsentierten Indie-Spiele sollen dabei ähnlich entlohnt werden, wie man es von anderen Plattformen kennt: also pro Minute von Spielern genutzter Spielzeit. Je mehr deren Titel gespielt wird, desto mehr Kohle bekommt er gegenüber einem anderen Titel.
Dieses System hat jedoch auch seine Tücken, denn nicht jedes Genre hat den gleichen Spielzeitaufwand. Adventures sind tendenziell kürzer und Strategiespiele oder Grinder können sich schon mal sehr lange ziehen. Schlimmstenfalls wird das Spiel künstlich gestreckt. Ist das damit noch fair? Das müssen vielleicht die Entwickler selber entscheiden.
Ein anderes Problem bei dem Hotel könnte natürlich auch sein, dass die Spieler gar keine Lust mehr auf weitere Abos haben. Denn wenn sie schon Indies so sehr lieben, warum sollten sie ihn dann nicht direkt den kleinen Kaufpreis pro Spiel bezahlen? Davon haben die Entwickler im Zweifel mehr, denn es wird nichts abgezwackt.
Im Grunde finden wir das Modell durchaus sehr spannend. Wir sind neugierig, ob es sich durchsetzen wird. An sowas wie Bezahlmodellen kann man immer noch drehen und optimieren. Wenn es sich für die Indies nicht lohnt, müssen sie sowieso etwas anpassen.
Aber wie ist eure Position zu noch einem weiteren Abo, auch wenn es denn für Indies wäre?