CD Projekt Red Finanzbericht: Genug da für Witcher 4 und Cyberpunk 2
Bei CD Projekt Red laufen die Verkäufe der aktuellen Marken richtig gut und sicher somit die Finanzreserven um die aktuell in der Entwicklung befindlich Fortsetzung gut ausgestattet voranzutreiben. Die Information ergeben sich aus dem am 26. November veröffentlichten Finanzbericht fürs 3. Quartal 2025.
Die erfreuliche Hauptgrundlage des Erfolgs ist den weiterhin sehr gut laufenden Verkäufen von Cyberpunk 2077 zuzurechnen. Der Langzeit-Hit hat inzwischen sogar nach weniger als 5 Jahren jetzt schon 35 Millionen Exemplare absetzen können und konnte damit sogar die interne Messlatte von The Witcher 3: Wild Hunt schlagen, was im gleichen Zeitraum bei lediglich 30 Millionen Verkäufen lag.
Wie CFO Nielubowicz verkündete bildet die Cyberpunk-Marke damit bei weiten die größte aktive Einnahmequelle der Firma, nämlich 72% des Konzernumsatzes. Besonders hilfreich waren dabei die Aufnahme des Haupttitels Cyberpunk 2077 ins PlayStation-Abo Plus Extra & Premium im Juli 2025 was für massiv mehr Spielerzahlen sorgte aber vor allem die Verkäufe der Erweiterung Phantom Liberty kräftig ankurbelte.
Die weiteren Verkaufstreiber von Cyberpunk 2077 im Long-Tail (langzeitlich) waren zudem die Portierungen auf die Switch 2 und auf die native Version der Mac-Prozessoren. Da sollte sich nochmal einer wundern, ob der Aufwand für Entwickler sinnvoll ist.
Diese bewundernswerten Einkommenserfolge bilden nun die Grundlage für die nötigen hohen Aufwände bei der Entwicklung der neuen AAA-Fortsetzungen. Von The Witcher 4 (Codename Polaris) hatte wir inzwischen schon einige begeisternde Trailer sehen können. Mit dem Ciri-Titel ist man weit in der Vollproduktionsphase, aber es wurde nochmals sicher bestätigt, dass die Entwicklung noch bis ins nächste Jahr 2027 braucht. Es muss ja schließlich auch ein Titel werden, der The Witcher 3 bestenfalls übertrumpfen kann. Zudem müssen hier auch alle Grundlagen stimmen, da man sich ja einen sehr aggressiven Zeitplan vorgenommen, nach diesem Start einer neuen Trilogie deren beiden Folgeteile innerhalb von nur 6 Jahren rauszuhauen.
Das zweite große AAA-Projekt mit dem ehemaligen Codenamen Orion ist auch eine Fortsetzung, nämlich Cyberpunk 2. Daran arbeiten bereits 80 Entwickler in der Vorproduktion im zuletzt gegründeten Studio in Boston an der US-Ostküste, u.a. mit amerikanischen Industrie-Schwergewichten die zuvor bei GTA oder The Last of Us dabei waren. Und dieses Team soll sich in den kommenden zwei Jahren sogar nochmals verdoppeln, da hier anscheinend noch Handarbeit zählt.
Unter diesen Umständen ist CD Projekt Red jetzt erstmal auch finanziell befähigt zwei dieser AAA-Produktionen gleichzeitig voranzutreiben.
Wir lieben bekanntermaßen die verrückten Polen und ihre bisherigen Marken. Man kann ihnen auf diesem Weg nur alles Gute wünschen und hoffen, dass sie sich mit ihren ambitionierten Plänen nicht übernehmen. Letztlich wird die Qualität dieser Monster-Titel zählen. Und dabei sollte CD Projekt Red inzwischen ja ihre Lektionen gelernt haben, wie der Erfolg von Cyberpunk 2077 beweist.