Reanimal Launch - Horror-Titel veröffentlicht
Atmosphärischer Horror ist und bleibt im Trend. Nach einigen Jahren Entwicklungszeit wurde nun am 13. Februar 2026 das langerwartete Horror-Adventure Reanimal veröffentlicht und es kommt nur mit Einschränkungen auch noch ganz gut an.
Der Titel hat seine Wurzel in den Grusel-Sidescrollern Little Nightmares 1 + 2, die sehr beliebt waren. Zwar gibt es auch ein konkurrierendes Little Nightmares 3, die Original-Macher der Tarsier Studios gehen hier mit Reanimal ihren eigenen Weg und versuchen sich zu emanzipieren. So ist ihr eigener Versuch, den wir bereits in einer frühen Phase mal auf einer Messe gesehen hatten, deutlich dunkler, härter und erwachsener angelegt als die Little NIghtmares. Zudem findet das Leveldesign diesmal im erweiterten 3D-Raum statt, auch wenn die Spieler weiter in Richtung der einen Seite des Bildschirms laufen.
Gespielt wird in Reanimal immer mit einer namenlosen, sprachlosen Geschwisterpäarchen, dass durch ein extrem herumgekommenen Alptraumwelt reist. Die beiden versuchen dort einige ihre Freunde zu wiederzufinden und zu retten. Durchgehend präsentiert sich das Artdesign dieser Welt mit ihren Wäldern, dreckigen Gassen und Arbeitsräumen als bemerkenswert, weswegen uns Reanimal auch schon damals stark auffiel. Zum Teil erweckt es den Eindruck als ob man durch eine abstrakte Installation eines verrückten Künstlers geführt wird. Auch im fertigen Spiel ist die Inszenierung hervorragend: Kamera, Sounds und Animation sind erster Güte und erzeugen eine beklemmende Klaustrophobie. Und oft steckt darüber das Gameplay leider zu sehr zurück.
An den limitierten Interaktionen sind Spielende beschränkt auf Laufen, Fliehen, Verstecken, Sammeln und Schalter bedienen. Hier hätte man bei Tarsier mutiger sein müssen und eine Stufe tiefer gehen sollen. Auch in anderen Reviews spricht die deutsche Presse von sehr wenig Spiel in sehr viel grandioser Atmosphäre. Man muss also wissen auf was man sich hier einlässt, wenn man sich in diese Welt begeben will. Genauso wie sich Interessierte im Klaren sein müssen, dass Reanimal mit 5-8 Stunden Spielzeit eher kurz ist.
Wichtig zu erwähnen ist außerdem, dass der Titel auch komplett auf ein Koop-Gameplay designt wurde, auch wenn man beide Charaktere auch alleine durch die Level führen kann. Aber zusammen gruselt es sich doch viel prickelnder. Auch wenn komischerweise beim Koop Tarsier den Fortschritt im Spiel immer nur beim Host-Spieler hinterlegt. Eine eher hemdsärmelige Lösung.
Wir freuen bei Reanimal über einen gelungenen Release eines speziellen Horror-Titels, auch wenn hier nicht alles rundgeschliffen wurde. So hat es mehr Charakter und Tarsier kann hoffentlich in den nächsten Jahren gut nachlegen.
Quellen:
Gamestar, Eurogamer