Playstation-Multiplatform-Strategie: So schneiden sie die Gamer ab
Zuletzt bewegt sich im ewig währenden großen Konsolenkrieg zwischen Xbox und Playstation wieder Einiges. Dadurch stellte sich erneut die Frage nach der Plattform-Strategie bezüglich der Exklusivität der großen Inhouse-Titel auch bei Playstation. Der Chef der Playstation Studios, Hermen Hulst, bezog dazu nun kürzlich bei einer internen Geschäftspräsentation offizielle Stellung über deren Strategie, die damit endgültig klar ist.
Es wird quasi der Markt der PlayStation-Spiele auf PC in zwei Teile geschnitten. Die Trennung verläuft zwischen Multiplayer- und Live-Service-Games, auf der einen Seite und den Singleplayer-Spielen.
Wie zuletzt gewohnt kommen Live-Service-Games mit Multiplayer-Fokus weiterhin zum Launchtag zeitgleich auch für den PC heraus. Das ist logisch, denn hier will man natürlich von Anfang an eine möglichst große gemeinsame Spielerbasis abholen.
Weniger schön ist der Plan für die großen Singleplayer-Hits von Sony, die man zuletzt vor allen Dingen mit der Marke assoziierte. Anders wie zum Beispiel bei den Franchises wie God of War, Horizon oder Spiderman sollen solche Singleplayer-fokussierten Spiele nicht mehr sofort auf den PC kommen.
Die Idee dahinter ist so klar wie simpel: die großen Franchise Marken mit hervorragender Bewertung sollen als Lockvogel in den PC-Markt wirken, damit sich PC-Spieler möglichst dann doch noch eine Playstation 5 kaufen. Denn auch dort konnten die Verkäufe zuletzt besser laufen, aufgrund der großen Preiserhöhung. Ob das allerdings so klappen wird oder ob das den PC-Spieler eine inzwischen herzlich egal ist, ist die große Unbekannte hinter dieser Strategieidee.
Außerdem wird es kein planbares Zeitfenster für den PC mehr geben falls diese Titel dann doch noch irgendwann auf PC erscheinen. Kamen sie in den letzten Fällen spätestens nach wenigen Jahren, kann es ab jetzt durchaus länger dauern. Dazu gibt es kein Commitment mehr.
Zwar ist es gut, dass die Playstation Community inzwischen damit endgültig Klarheit hat und viele Gerüchte über zeitgleiche Releases aus der Welt geräumt werden. Allerdings könnte das auch viele Fans der Marke verprellen.
Natürlich findet diese Entscheidung nicht im luftleeren Raum statt. Man versucht sich sicherlich hier auch von der Xbox abzusetzen. Dort hält man im Großen und Ganzen doch noch weiter an der plattformübergreifenden Day-One-Strategie fest, auch wenn es da zuletzt auch Abstriche gab.
Für uns ist die längere Wartezeit zwar traurig. Aber da wir wenige Titel immer direkt am ersten Tag spielen, stört uns das sicher etwas weniger. Ob sich das langfristig wirklich positiv auf Größe und Gesundheit der Community auswirkt darf in Zeiten exorbitanter Hardware- und Spielepreise durchaus bezweifelt werden.
Aber in der Zukunft ist man immer klüger.
Welche Exklusiv-Strategie würdet ihr den Konsolenherstellern vorschlagen?